Befragung von kleinen und mittelständischen Logistikdienstleistern zu einem möglichen CO2-Emissionshandel im Straßengüterverkehr



Einleitung

Um den Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen nachzukommen, gilt in der Europäischen Union seit dem 1.1.2005 ein CO2-Emissionshandelssystem für Anlagen der Energieerzeuger und energieintensiven Industrien wie z.B. der Papierherstellung. Als nächste Branche wird im Jahr 2012 der Luftverkehr hinzukommen. Zukünftig plant die EU auch die Integration des Straßengüterverkehrs in das europäische Emissionshandelssystem. Spätestens 2013 soll von der EU-Kommission ein Starttermin genannt werden (Quelle: Pressemitteilung des Europäischen Parlaments vom 7. Oktober 2008).

Die politischen Signale aus der EU deuten auf eine stärkere Reglementierung des Straßengüterverkehrs hin, die auch die deutschen Spediteure und Fuhrunternehmer in starkem Maße betreffen wird. In der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik dominieren heute das Ordnungsrecht (z.B. Emissionsgrenzwerte) als auch Steuern und Abgaben (z.B. Ökosteuer, Autobahnmaut), um die klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren. Bisher wenig Beachtung findet der CO2-Emissionshandel, der den Unternehmen mehr Entscheidungsfreiheit und marktwirtschaftliche Anreize zur Verhaltensänderung bieten würde.

Vor diesem Hintergrund wird das Forschungsprojekt LETS GO (Logistics Emissions Trading System for Green Optimization) durch das Institut für Logistik und Materialflusstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt. Die Projektziele sind die Entwicklung eines umsetzbaren Konzepts und die Untersuchung der Auswirkungen eines CO2-Emissionshandels auf kleine und mittelständische Logistikdienstleister. Durch die gleichzeitige Berücksichtigung der möglichen Folgen während der Konzeptentwicklung soll ein Emissionshandelssystem entstehen, das besonders die Belange der KMU berücksichtigt, damit eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung im Einklang mit notwendigen Klimaschutzaktivitäten steht.

Da die Einführung eines CO2-Emissionshandel im Straßengüterverkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit bevorsteht, soll die folgende Befragung Erwartungen, Anforderungen und mögliche Reaktionen der kleinen und mittelständischen Logistikdienstleister erfassen. Die Ergebnisse sollen als Basis für die Ausgestaltung eines KMU-gerechten Konzepts genutzt werden.

Für Sie bietet sich mit der Teilnahme an dieser Befragung die Chance, dass Ihre speziellen Interessen im zukünftigen CO2-Emissionshandelssystem berücksichtigt werden. Zusätzlich erhalten Sie als Dankeschön:

- Gratisteilnahmen an unseren geplanten Workshops im Jahr 2011
- den Ergebnisbericht und Leitfaden für Entscheidungsträger

Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus!
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Alexander Kaiser (alexander.kaiser@ovgu.de).

Zum Funktionsprinzip des CO2-Emissionshandels

Hier geht´s zur Befragung


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